Social Media baut Vorsprung bei jungen Nutzern aus


26 Jun
26Jun

Soziale Netzwerke werden für den Nachrichtenkonsum immer wichtiger. Bei einigen jungen Erwachsenen sind sie schon jetzt Nachrichtenquelle Nummer 1, teilweise sind sie sogar die einzige Quelle.

Junge Erwachsene setzen vermehrt auf soziale Medien als Nachrichtenquelle. 30 Prozent der 18- bis 24-Jährigen gaben Plattformen wie Facebook und Twitter laut „Reuters Institute Digital News Report“ als wichtigste Informationsquelle an. Nicht alle Netzwerke profitieren davon.

Der Wert aus der aktuellen Untersuchung stellt einen deutlichen Anstieg zum Vorjahr dar. 2019 hatten nur 22 Prozent angegeben, ihre Nachrichten hauptsächlich aus sozialen Netzwerken zu beziehen. Die Anzahl der Nutzer, die News ausschließlich aus Social-Media-Quellen konsumieren, stieg von 5 auf 9 Prozent. Das Reuters Institute legt soziale Medien dabei als Plattformen aus, auf denen Nutzer selbst Inhalte einbringen können, wozu auch Messenger wie WhatsApp und Videoportale wie YouTube zählen. Verlage, Zeitungen und Rundfunk verbreiten hier ebenfalls seit Jahren ihre Meldungen.

Trotz der insgesamt steigenden Beliebtheit verlieren die großen Netzwerke Marktanteile. Facebook beispielsweise verzeichnet in allen Altersgruppen unter 45 Jahren sinkende Beliebtheit mit bis zu minus sechs Prozentpunkten, sagt der Report. Instagram verlor in der jüngsten Probandengruppe drei Prozentpunkte bei der Frage nach dem Hauptmedium (jetzt 20 %).

Ein weiterer Aspekt der repräsentativen Studie, die in Deutschland vom Umfrageinstitut YouGov durchgeführt wurde, war das Bezahlen für Online-Nachrichten. Demnach haben 10 Prozent innerhalb der letzten zehn Monate dafür Geld bezahlt, 2019 hatten das nur 8 Prozent angegeben. Auch hier ist der größte Unterschied in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen zu finden: Das Plus von 5 Prozentpunkten bedeutet einen Anteil von 16 Prozent. Die Macher der Studie sehen darin ein mögliches Indiz, dass junge Leute ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass unabhängiger, professioneller Journalismus einen Mehrwert bringt und unterstützt werden muss.

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